Caputt wurden im Jahre 2002 von Matthias Penkert und Stephan Bakaric aus Oberhausen Gegründet.
Die Musikrichtung der Band lässt sich nur als Genremix bezeichnen. Sie vereinen in ihren Lieder alle erdenklichen Genres miteinander. Dementsprechend sind sie sowohl im Elektro, als auch im Rock/Metall Bereich zuhause.

Auf ihre beiden Netzveröffentlichungen E-Ville im Jahre 2004 und €KZ-EP im Jahre 2006 (die von der Band zum freien Download angeboten wurde) kann ich leider hier nicht eingehen, da mir nur 2 Lieder davon bekannt sind. Auf jeden Fall hatten sich nach diesen beiden Veröffentlichungen schon die ersten Fans um die Band versammelt.

Im Jahr 2007 erschien dann ihr erstes Offizielles Lebenszeichen mit dem Titel "Mach Mich".
Diese EP erschien im edlen Digipack und enthielt 10 Tracks.
Neben dem Titelsong "Mach Mich" befinden sich noch 5 weitere, sehr verschiedene und gelungen Mixe des selben auf ihrer Debüt-EP. Die "Mach mich"-Remixe des Newcomers Iceleben, sowie die der Szene-Größen ASP und Ingo "monozelle" Römling machten dieses eindrucksvolle Debüt nahezu Perfekt. "Mantje Mantje timpe te, Buttje Buttje in de See, Meine Frau, die Ilsebill, Will nicht so, wie ich wohl will" - wer Kennt diese Geschichte der Gebrüder Grimm nicht. Exklusiv für diese CD wurde dieses Märchen stimmungsvoll umgesetzt. Aber auch die Beiden weiteren Auskopplungen "Tanz der Djin" und "Alakazam!" aus dem bevorstehenden Debüt-Album runden diese CD ab.

Kurz nach dieser Veröffentlichung hat Stephan die Band dann verlassen. Dank des Gitarristen Daniel Moritz ging es trotz des Ausstiegs nahtlos weiter.

Am 23.02.2008 war es dann soweit, und Caputt hatten ihre Live-Premiere im Duisburger "Old Daddy". Mehr zu diesem Konzert könnt ihr im noch folgendem Konzertbericht Nachlesen. An dieser Stelle geht mein Dank nochmals an Pygar, der mir für diesen Zweck Bilder Zur Verfügung gestellt hat.

Knapp einen Monat später, also genau genommen am 28.03.2008 sollte dann die Djindustrie erscheinen. Einige Leute konnten sich aber schon am 25.03.2008 die Djindustrie auf dem Warmup-Konzert der Band ASP Besorgen, wo Caputt neben Lahannya als Support von ASP in der Bochumer Matrix spielten. Die Djindustrie Erschien in einer auf 1000 Stück limitierten Erstausgabe, die die "Feuergeist"-EP beinhaltet. Für die Pressung der CD wurden sie von der Szene-Größe ASP unter anderem auch finanziell unterstützt. Warum ASP dies tat, könnt ihr hier nachlesen.

Die Songs der Bonus-CD sind nach dem die limitierte Version ausverkauft ist nicht mehr erhältlich, weshalb man jetzt noch schnell zugreifen sollte.
Die Haupt-CD ist als Konzeptalbum ausgelegt, welches an die Geschichten aus tausendundeiner Nacht angelehnt ist. Es geht hierbei aber nicht etwa um Aladin, sonder um die heutige Gesellschaft, die voll von Habgier, Neid und Machthunger ist. Trotz dieser Sozialkritik des Albums sind die meisten Stücke dennoch gut tanzbar und durchaus clubtauglich. Die Lieder sollen aber auf jeden Fall auch zum Nachdenken anregen.
Was passiert wohl, wenn ein von Macht besessener Mensch eine Wunderlampe finden würde? Würde er wie in "Kalif anstelle des Kalifen" die Macht an sich reißen, oder würde er sich eine "Djindustrie" herbeiwünschen und sich tausende von Wunderlampen produzieren lassen, wie es im gleichnamigen Song der Fall ist? Diese und andere Fragen hat sich Mattes wahrscheinlich gestellt, als er an den Songs geschrieben hat.
Er hat die Thematik sehr gut umgesetzt, und mit der Djindustrie eine sehr schöne Geschichte erzählt.

Anfang 2009 erschein dann die Maschinenkind EP. Neben der Wiederveröffentlichung von Maschinenkind und €KZ, aus den beiden ersten Veröffentlichungen, enthält der Tonträger zusätzlich den bis dahin unveröffentlichten Track Der Codex. Dieser Song ist ein Stück weit eine Abrechnung mit der Musikindustrie im Bereich Gothic / Dark Wave, deren gepushten Produkten und den manchmal seltsam Auswüchsen "gothischer" Subkultur mit ihrer Ausgrenzungen gegenüber nicht lupenrein "Linientreuen". Neben einem weiteren Remix von Monozelle trägt diesmal auch Stillste Stund einen Remix bei. Stillste Stund Mastermind Oliver Uckermann ist bei dieser Veröffentlichung auch für das Mastering verantwortlich.

Caputt bleiben auch mit der im Herbst 2009 erscheinenden zweiten Fulltime CD, Spiritus, ihrer Vorliebe für Konzeptalben treu. Diesmal handeln die Texte von unmenschlicher Unterwerfung unter sinnentleerte ökonomische Prinzipien und Aufrufe in dieser Maschinenwelt ein zerbrochenes Zahnrad zu sein, nicht zu funktionieren und dadurch dieser Welt einen Funken Hoffnung zu geben. Neben dem Schauspieler Rainer Schöne, der das Intro spricht, konnte auch, wie auch schon auf der Djindustrie, Sänger Asp wieder für Gastgesang gewonnen werden. Letzerer trägt auch die Texte zu zwei der insgesamt 14 Titeln bei. Für dass Mastering und die Gitarrenproduktion zeichnet diesmal der Ex-Grave Digger Gitarrist Uwe Lulis verantwortlich.
Im selben Jahr spielt die Band auf der ersten Tourhälfte der Wer Sonst? Tour 2009 von ASP als Vorband und erhielt so die Chance, ihre Musik nicht nur im näheren Umfeld ihrer Heimat einem größeren Publikum zu präsentieren.